24.-26.06.26 | Abschlusstagung: Programm

Ländlicher Raum im Wandel – Interdisziplinäre Perspektiven auf Transformationsprozesse 

  • Im Kulturzentrum PFL in Oldenburg
  • Tagung vom 24. bis 26. Juni 2026

Abschlusstagung im Forschungsverbund 4N Nordwest Niedersachsen Nachhaltig Neu

Ländliche Räume stehen gegenwärtig im Zentrum vielfältiger, sich überlagernder Transformationsprozesse, die ökologische, soziale, ökonomische, kulturelle und politische Dimensionen gleichermaßen betreffen. Klimawandel, demografische Veränderungen, Digitalisierung, neue Anforderungen an Mobilität sowie Veränderungen globaler Wertschöpfungsketten und des Ernährungssystems prägen zunehmend die Entwicklungsbedingungen auch abseits urbaner Zentren. 

Zugleich entstehen in ländlichen Regionen innovative Formen sozialer Organisation, neue ökonomische und kulturelle Praktiken sowie alternative Modelle nachhaltiger Ressourcennutzung, die das Potenzial haben, über die jeweiligen Regionen hinauszuweisen.

Die aktuellen Herausforderungen verdeutlichen, dass ländliche Räume weder als homogene noch als periphere Gebilde verstanden werden können. Vielmehr sind sie Orte intensiver Aushandlungsprozesse, in denen gesellschaftlicher Wandel in besonderer Weise sichtbar wird: Fragen von Daseinsvorsorge, Teilhabe, Governance, Mobilität und kulturelle Initiativen gewinnen hierbei neuen Stellenwert. 

Die Tagung greift diese Entwicklungen auf und möchte den Austausch zwischen Forschung, Verwaltung und regionalen Akteurinnen und Akteuren sowie der interessierten Öffentlichkeit fördern. Sie verbindet theoretische Zugänge, empirische Forschung und praxisorientierte Ansätze, um aktuelle Transformationsprozesse in ländlichen Räumen mit dem Schwerpunkt Nordwest-Niedersachsen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und in einen fruchtbaren Dialog zu bringen. 

Kulturzentrum PFL | CC0 Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH | Mario Dirks

Themen der Tagung: 

  • Transformative Bildung in ländlichen Räumen 
  • Planung und Digitalisierung, Regionale Mobilität im ländlichen Raum 
  • Küste, Klimawandel und Tourismus 
  • Regenerative Energie und landwirtschaftliche Perspektiven zu Klimawandel und Biodiversität
  • Gesundheit, Pflege und Alter im ländlichen Raum

Zur Tagung konnten wir herausragende Fach-Persönlichkeiten für Keynote-Beiträge gewinnen. 

Darunter sind …

Teja Tscharnke,
  Abteilung Agrarökologie, Universität Göttingen 

Rainer Danielzyk,
  Institut für Umweltplanung, Universität Hannover

Sabrina Seeler,
  Fachhochschule Westküste, Heide

Christoph Marquard,
  Mobile Zeiten, Jaderberg 

Guido Brüggemann,
  Wattmanufaktur, Galmsbüll

Serge Autexier,
  Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI), Bremen

Außerdem stellt das Projekt mit seinen zahlreichen Vorhaben die Arbeiten der vergangenen Jahre vor. 

Ort: 

Kulturzentrum PFL
Peterstraße 3
26121 Oldenburg

Anfahrt mit der Bahn:

Vom Hauptbahnhof sind es zu Fuß 15 Minuten oder mit der Buslinie 306 (Richtung Universität), 308 (Richtung BBS Wechloy) oder 310 (Richtung Famila) bis Haltestelle Julius-Mosen-Platz. 

Anfahrt mit dem Auto:

Parkhäuser „Am Waffenplatz“ oder „Heiligengeist-Höfe“.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung zur Tagung:

24.-26.06.26 | Anmeldung Abschlusstagung

Für die Anmeldung nutzen wir das Tool Microsoft Forms. Über den QR-Code oder den Button ist eine Weiterleitung direkt möglich.

Eine Anmeldung ist bis zum 15. Juni 2026 möglich.

05.06.26 | Symposium: enabling boundaries

PROGRAMM

An der Jade-Hochschule findet am 5. Juni ein Symposium zu dem Thema „Enabling boundaries: Rethinking Spatial Categories, Epistemic Challenges, and transformative Design Practices“ statt. 

Die Beschreibung und Zielsetzung der Veranstaltung ist auf der Website der Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft (ARL) zugänglich. 

POSTER

16.04.26 | 4N-Beteiligung: Entwurf und Gestaltung von Verkehrslagen

Prof. Dr. Schwerdhelm beteiligte sich am 16. April 2026 an der Veranstaltung Entwurf und Gestaltung von Verkehrslagen in der Wedemark mit einem Beitrag zu „Verkehrsentwicklung in ländlichen Räumen – Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt 4N„.

19.03.26 | Beiratssitzung des Verbundes von 4N

Am 19. März traf sich der 4N Beirat im Senats-Saal der Universität Vechta. Thematischer Schwerpunkt des Austauschs waren die Verbund-Arbeiten zu küstenbezogenen Themen. 
In seinen einführenden Worten dankte der Sprecher den Mitgliedern des Beirates, die uns in der Vergangenheit mit Rat und Tat hilfreich zur Seite standen. Broder Breckling, mit der Verbund-Koordination beauftragt, gab einen Überblick über aktuelle Aktivitäten, Veranstaltungen und Publikationen. Er verwies dabei u. a. auf die Abschlusstagung des Verbundes in Oldenburg vom 24.-26. Juni 2026 und in einer ersten Einschätzung auf Erfolgsfaktoren und limitierende Aspekte in der zurückliegenden inter-institutionell und interdisziplinär ausgerichteten Arbeit der beteiligten Einrichtungen. 

24.-26.06.26 | CfP: 4N Abschluss-Veranstaltung

Vom 24. bis 26. Juni findet im Kulturzentrum PFL in Oldenburg die Abschlusstagung des 4N Verbundes statt: 

  • die von den Teilvorhaben des Verbundes erzielte Forschungsergebnisse werden vorgestellt, 
  • zu zentralen Themen regionaler Transformationsprozesse werden auswärtige Experten eingeladen und 
  • es findet ein öffentlicher Austausch mit Interessierten aus der Region darüber statt. 

Das Themenspektrum siehe im beigefügten Call for Paper.

Beiträge können bis zum 15.3. angemeldet werden mit einem Abstract von bis zu 300 Worten und einer Kurzbiografie der Einreichenden. Es besteht die Möglichkeit, die Präsentationen in einem Tagungsband (Transformation Dynamics) zu publizieren. 

Der zweite Band „Transformation Dynamics“ wurde veröffentlicht

Der zweite Band „Transformation Dynamics“ liegt nun vor, die enthaltenen neun Beiträge sind zum Download verfügbar.

Der Band widmet sich der Prozesshaftigkeit des Wandels und richtet den Blick auf die Dynamiken, die ihn in ländlichen Räumen antreiben, strukturieren und prägen. Dabei steht nicht nur die Analyse der stattfindenden Veränderungen im Mittelpunkt, sondern ebenso die Frage nach praxisorientierten Lösungsansätzen, die den Übergang zu resilienten und nachhaltigen Zukunftsräumen unterstützen. […]

Die hier versammelten Beiträge zeigen, wie tiefgreifend ökologische und technologische Veränderungen die lokalen Lebenswelten beeinflussen, und wie wichtig es ist, diese Dynamiken in ihrem jeweiligen Kontext zu verstehen. Der Band spannt einen weiten Bogen, den die Transformationsforschung als interdisziplinäres Arbeitsfeld eröffnet. Dieses reicht im vorliegenden Band von der Wahrnehmung von Klimafolgen, der raumzeitlichen Analyse ökologischer Netzwerke und der biologischen Vielfalt, Entwicklungen auf dem Gebiet regenerativer Energiegewinnung, historischen Entwicklungen von Landnutzungsänderungen ebenso wie verschiedener Veränderungen, die sich im Rahmen gesellschaftlicher Digitalisierungsprozesse ergeben. 

In der Gesamtschau fügt sich der zweite Band der Publikationsreihe Transformation Dynamics in die aktuellen Diskurse zu Transformation und Nachhaltigkeit ein. Er zeigt, dass Nachhaltigkeit ein dynamisches Aushandlungsfeld ist, das nur im Zusammenspiel von Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft verstanden und gestaltet werden kann. 

„Transformation Dynamics“ versteht sich damit als Beitrag zu einem interdisziplinären Verständnis von Wandel – als Einladung, Transformation nicht nur zu erforschen, sondern sie aktiv zu gestalten: wissensbasiert, partizipativ und mit einem Blick auf die Potenziale und Herausforderungen ländlicher Räume im 21. Jahrhundert.

05.06.26 | Enabling Boundaries:Rethinking Spatial Categories, Epistemic Challenges, and Transformative Design Practices

An der Jade-Hochschule findet am 5. Juni ein Symposium zu dem Thema „Enabling boundaries: Rethinking Spatial Categories, Epistemic Challenges, and transformative Design Practices“ statt.

Zu diesem werden Interessierte mit einem „Call for Participation“ herzlich zur Teilnahme eingeladen. Beiträge können mit einem Abstract von maximal 300 Worten und einem kurzen Lebenslauf eingereicht werden. Als Deadline für Anmeldungen ist der 6. März gesetzt. 

Die Beschreibung und Zielsetzung der Veranstaltung ist auf der Website der Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft (ARL) zugänglich. 

28./29.10. | Jahrestreffen: Transformations-Dynamiken im nordwestlichen Niedersachsen

Transformationsprozesse in ländlichen Räumen zählen seit etwa zwei Jahrzehnten zu den zentralen Gegenstandsbereichen inter- und transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung. Unter Bedingungen multipler Krisen – Klimawandel, Biodiversitätsverlust, demografischer Wandel, infrastrukturelle Fragilität und sozioökonomischer Restrukturierungen – gilt der ländliche Raum inzwischen nicht länger als peripherer Nachsorgebereich, sondern als ein dynamisches Labor gesellschaftlicher Zukunftsgestaltung. Forschungsverbünde wie 4N („Nordwest Niedersachsen Nachhaltig Neu“) bewegen sich damit im Zentrum aktueller Debatten um transformative Forschung, resiliente Regionalentwicklung, Governance regionalen Wandels und sozioökologische Innovationsprozesse.

Lesen Sie mehr in unserem beigefügten Beitrag über das diesjährige Jahrestreffen von 4N.

28.-30.10.2025 | International Scientific Wadden Sea Symposium (ISWSS) in Groningen

TEILVORHABEN 4

Vom 28.-30.10.2025 brachte das 16. Internationale Wattenmeersymposium 200 Teilnehmende aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden zusammen. Aus dem 4N Projekt nahmen Prof.in Dr.in Amelie Bernzen und Gesa Witt aus dem Teilvorhaben 4 teil. Ziel war ein wissenschaftlich fundierter Austausch darüber, wie natürliche und anthropogene Kräfte das Weltnaturerbe Wattenmeer beeinflussen. Stetig wachsende Herausforderungen, bedingt durch multiple Krisen wie Klimawandel oder Biodiversitätsverlust, machen Zusammenarbeit, Forschung und Austausch wichtiger denn je. Teilnehmende aus den Natur- und Sozialwissenschaften sowie aus Politik und Praxis diskutierten ein breites Spektrum an Themen aus unterschiedlichen Perspektiven – von kumulativen Belastungen über die Resilienz von Ökosystemen hin zu innovativen Ideen zu Nachhaltigkeitstransformationen. 

Prof.in Dr.in Amelie Bernzen.

Prof.in Dr.in Amelie Bernzen moderierte eine Session zu tri- und internationalen Rahmenbedingungen für Schutz und Management des Wattenmeeres. Gesa Witt stellte Forschungsergebnisse zum Thema nachhaltige Tourismusentwicklung in der Biosphärenregion niedersächsisches Wattenmeer aus einer wachstumskritischen Perspektive vor. 

Das Weltnaturerbezentrum (WEC)in Lauwersoog.

Neben spannenden Diskussionen, der Vertiefung bestehender und dem Knüpfen neuer Kontakte stellte der Besuch des in diesem Sommer neu eröffneten Weltnaturerbezentrums (WEC) in Lauwersoog ein besonderes Highlight dar: Hier wird aktiver Artenschutz in Form einer Seehundklinik mit Formaten für Bildung für nachhaltige Entwicklung verbunden, z.B. in Form einer interaktiven Ausstellung oder der Möglichkeit zur Durchführung von Workshops für verschiedene Zielgruppen.

10.25 | Transformationslabor: Die Präsentationsreise

Zum 4N Jahrestreffen am 28./29. Oktober wurde eine Auswertung der Erfahrungen zusammengestellt, die aus der Vorstellung des Verbundes in der Region resultierten: Der Beteiligung am Feierabendmarkt in Emden, der Dorfpartie in Cloppenburg, der Landtage Nord in Wüsting sowie dem Wochenende an der Jade und dem Erntedank in Wilhelmshaven. Zu diesen Anlässen wurden Ergebnisse und Beteiligungsmöglichkeiten vorgestellt und zahlreiche Gespräche mit Interessierten zu unseren Arbeiten geführt.

08.10.25 | Grüner Wasserstoff aus Emden. Vortragsabend mit der EWE HYDROGEN GmbH

Foto: EWE

Wann und wo hat der Vortragsabend stattgefunden?

8.10.25 / 17:00 – 19:30 Uhr / Hochschule Emden/Leer/ Campus Emden / Constantiaplatz 4 / Emden

Es gab zwei Vorträge:

  • „Wasserstoff als Energieträger“, Uwe Reimer, Hochschule Emden/Leer 
  • „Die Rolle des Wasserstoffs im zukünftigen Energiesystem“, Alexander Malchus, EWE HYDROGEN GmbH

Im Anschluss an die Vorträge konnten die Anwesenden noch in lockerer Runde mit den Vortragenden diskutieren.

Hier der Text von der Pressemitteilung der Hochschule:
https://www.hs-emden-leer.de/news/rueckenwind-fuer-den-wasserstoff

Eröffnung durch Prof. Dr. Carsten Koch, Vizepräsident für Forschung, Wissenstransfer und Digitalisierung der Hochschule Emden/Leer.

Uwe Reimer erklärt den Effekt von CO2-Emissionen aus fossilen Energieträgern anhand der Nutzung von Einwegbechern.

Uwe Reimer bei der Überleitung vom allgemeinen Thema Wasserstoff zur aktuellen Großbaustelle von EWE in Emden-Ost.

Alexander Malchus erläutert die Stromkapazitäten am Standort.

Alexander Malchus gibt einen Überblick über die Auswirkung der Wasserstoffwirtschaft auf den internationalen Handel von Energieträgern.

Rückenwind für den Wasserstoff

Warum Wasserstoff? Passend zur aktuell kontrovers geführten Debatte über den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland und der Region fanden sich am Mittwoch rund 70 Vortragsgäste an der Hochschule Emden/Leer zusammen, um sich über die regionalen Vorhaben in diesem Zusammenhang und zur Technologie an sich zu informieren. Eingeladen hatten der Fachbereich Technik der Hochschule und die EWE Hydrogen GmbH.

Die EWE errichtet derzeit am Standort Emden-Ost einen 320 Megawatt-Elektrolyseur, der im Jahr 2027 in Betrieb gehen soll. Der hier erzeugte Wasserstoff könnte nach Angaben des Energieversorgers in Zukunft etwa 400.000 Tonnen Kohle und damit eine Million Tonnen CO2 einsparen. Eine Einführung in die Technologie, die hinter der Elektrolyse steckt, und warum gerade Wasserstoff ein wichtiger Baustein im künftigen Energiemix sein wird, gab Dr. Uwe Reimer als wissenschaftlicher Mitarbeiter den Anwesenden im Technikum der Abteilung Elektrotechnik und Informatik.

„Wasserstoff rechnet sich derzeit betriebswirtschaftlich noch nicht – aber volkswirtschaftlich“, so Reimer, der seit Jahren intensiv auf diesem Gebiet forscht. Als Beispiel griff er die Nutzung von Einwegbechern im Fastfood-Restaurant auf, die in der Anschaffung günstiger seien als Mehrwegbecher, in der Folge aber große Müllkosten verursachen, die wiederum von der Allgemeinheit getragen werden müssten. Analog verhält es sich mit den CO2-Emissionen durch die Verwendung fossiler Energieträger. Wasserstoff bietet hier eine Alternative, da er sowohl umweltfreundlich aus regenerativen Energien erzeugt und auch in großem Maßstab gelagert und transportiert werden kann, so der promovierte Chemiker, der sich im Rahmen des Projektes „4N – Nordwest Niedersachsen Nachhaltig Neu“ an der Hochschule mit Anwendungsmöglichkeiten von grünem Wasserstoff beschäftigt. 

Auch Alexander Malchus von der Geschäftsfeldentwicklung & Strategie bei der EWE HYDROGEN GmbH räumte der Ressource Wasserstoff einen hohen Stellenwert im Energiemarkt der Zukunft ein. Nur unter dessen Einbezug werde sich die Energiewende realisieren lassen, die Dekarbonisierung gemeistert und die Unabhängigkeit von fossilen Importen gewährleistet werden können. Große Herausforderungen auf dem Weg dahin seien aktuell der Ausbau des Stromnetzes, um den Verbraucher deutschland- und europaweit zeitnah zu versorgen, die Speichermöglichkeiten und der Umgang mit dem überschüssigen Grünstrom – den man jedoch zu Spitzenzeiten beispielsweise sehr gut in Wasserstoff umwandeln könne, so Malchus. Der Experte der EWE wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Elektrolyseur, wäre er bereits in Betrieb gewesen, bereits vor zwei Jahren einen Großteil des am Umspannwerk Emden-Ost abgeregelten Strom in Wasserstoff hätte umwandeln können.  

„Wir sind auf dem Weg, eine große Industrie aufzubauen“, so Malchus. Dafür brauche es jedoch auch die Unterstützung seitens der Politik, etwa im Bereich der strengen Strombezugskriterien bei der Elektrolyse. Die Regulierung müsse zumindest in der Anfangszeit der sich im Aufbau befindlichen Infrastruktur heruntergeschraubt werden, um attraktivere Bedingungen zu schaffen. Eine Maßnahme, die sich bei allen Herausforderungen lohne, zeigte sich Malchus gewiss. Die Küstenregion mit ihrer sehr guten Anbindung zur On- und Offshoreindustrie habe ein enormes Potenzial, um die Wasserstoffwirtschaft voranzutreiben. „Wir sehen uns hier als absolut wettbewerbsfähig.“ Dies bestätigte auch Prof. Dr. Carsten Koch, Vizepräsident für Forschung, Wissenstransfer und Digitalisierung, mit seiner Einschätzung: „Emden ist prädestiniert, zukünftiger Knotenpunkt für die Wasserstoffwirtschaft zu werden.“

04.10.25 | Großes Solar-Forschungsprojekt in Emden

Am Sonnabend, den 04. Oktober wurde im Teil „Echt Ostfriesisch“ im Sonntagsblatt Emden der Artikel „Großes Solar-Forschungsprojekt in Emden“ veröffentlicht.

Lesen Sie gerne im beigefügten Dokument näheres zum aktuellen Stand der Solaranlagen.

08.25 | Landtage Nord in Wüsting

Vom 22. bis 25. August drehte sich in Wüsting bei Oldenburg alles um die Landwirtschaft: über 600 Aussteller, rund 70.000 Besucher, die Landtage Nord sind in jedem Jahr ein Treffpunkt für Fachpublikum, Verbraucher, Familien und andere Interessierte. 

Die Landwirtschaft ist in Nordwest Niedersachsen geradezu ein Motor für die Transformation der ländlichen Region: Hochtechnologie trifft auf traditionelle Strukturen und Familienbetriebe. Automatisierung in der Tierhaltung, im Pflanzenanbau und bei der Ernte sind ebenso Thema wie Energieversorgung, Wasserwirtschaft, Tierwohl und Klimaschutz. Tourismus, Generationswechsel und Demografie sind weitere Stichworte, die für die Region und insbesondere für die Landwirtschaft von Bedeutung sind. Genügend Themen also für den 4N-Verbund, seine Vorhaben, Fragestellungen und erste Ergebnisse zu präsentieren und mit den Besuchern darüber in Kontakt zu kommen. 

Unter der Rahmen-Fragestellung „Wie soll unsere Region in 10 Jahren sein“ gab es interaktive Beiträge aus den Teilvorhaben des Verbundes. Aus den vorhergehenden Veranstaltungen zum Transformationslabors konnten wir lernen, dass insbesondere interaktive und haptisch zugängliche Ausstellungsstücke, die an bereits bestehende Interessen und Kenntnisse der Besucherinnen und Besucher anknüpfen, diese zum Austausch und zum Verweilen einladen: 

Ein kleines Modell mit Fotovoltaik-Modulen und einer Mini-Brennstoffzelle in einem Modellauto fand besonders Aufmerksamkeit. Nicht nur bei Kindern, auch bei Erwachsenen, die mit uns zum Thema (dezentrale) Energieversorgung ins Gespräch kamen. 

Eine Auswahl an Acker- und Wiesenpflanzen an unseren Stand lud die Besucher ein, mit der die Pflanzenbestimmungs-App Flora Incognita zu experimentieren und deren Treffsicherheit selbst zu erproben. Mit überraschend vielen Besucherinnen und Besucher konnten wir hierüber einen Erfahrungsaustausch führen, über Anwendungen im eigenen Garten oder zu Wildpflanzen-Vorkommen im ländlichen Raum. Offensichtlich leistet die App einen ersichtlichen Beitrag zum Verständnis über biologische Vielfalt und Artenkenntnis. 

Den Wandel in der Region konnten wir mit großformatigen Leporellos zum Durchblättern und Postern thematisieren. Regionale Auswirkungen des Klimawandels, Nahverkehr, gesundheitliche Versorgung und andere Infrastruktur, aber auch Wohnformen für ältere Menschen in ländlichen Regionen wurden dargestellt und waren Themen für Gespräche. Auch auf die RISING-Studie wurde aufmerksam gemacht, die eine Umfrage zur gesundheitlichen Situation im nordwestlichen Niedersachsen erstellt. 

Wie zuvor bereits gab es auch in Wüsting viel Interesse an den Würfeln, auf denen die 17 Nachhaltigkeitsziele der Uno für 2030 dargestellt sind (Sustainable Development Goals, SDG, https://de.wikipedia.org/wiki/Ziele_f%C3%BCr_nachhaltige_Entwicklung) zusammen mit eigenen Handlungsmöglichkeiten in einfacher Sprache. 

Der Aufruf „Wie soll deine Region in 10 Jahren sein“ mit der Aufforderung, seine Visionen vor Ort in eine analoge Schreibmaschine einzutippen, wurde ebenfalls wieder wie bei den vorherigen Veranstaltungen zum Transformationslabor angeboten. 

Von etlichen Besucherinnen und Besuchern konnten wir ausführlich erfahren, welche Veränderungen sie beschäftigen. Hierbei wurden Konflikte zwischen Landwirtschaft und Siedlungsbau angesprochen, nachhaltige Produktion und Wirtschaftlichkeit, Landverbrauch durch Fotovoltaik und viele Themen mehr.  

FAZIT |

Das Transformationslabor verfolgt mit den Besuchen von Messen in der Region das Ziel, auf direktere Ebene mit den Menschen in der Region ins Gespräch zu kommen und sich über die Fragestellungen des Projektes auszutauschen Der Austausch entwickelt sichmeist ausgehend von der Aufmerksamkeit, die haptisch zugängliche und optisch interessante Ausstellungsstücke finden – und ermöglicht es davon ausgehend, den Austausch zu eigenen Interessen und komplexen Erfahrungen weiterführend zu vertiefen.

Die nächste und letzte Veranstaltung in dieser Reihe wird ein 4N Beitrag zum Erntedankfest am 4. Oktober in Wilhelmshaven sein. 

05./06.07.25 | 4N-Verbund präsentiert sich beim Wochenende an der Jade in Wilhelmshaven

Das Wochenende an der Jade ist das größte Stadtfest in Wilhelmshaven mit einer jahrzehntelangen Tradition und einem umfangreichen Programm von maritim über Bühnenshow bis Feuerwerk und zog in diesem Jahr um die 250.000 Besucherinnen und Besuchern an. Eine neu eingerichtete „Erlebnismeile“ bot am 5. und 6. Juli erstmalig die Möglichkeit für Vereine; Initiativen und Projekte, ihre Arbeit und ihr Engagement an zwei Tagen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das 4N-Projekt war mit einem Stand dabei. 

Unter dem Motto „Wie soll unsere Region in 10 Jahren sein?“ konnten sich die Besucherinnern und Besucher über das Forschungsvorhaben informieren und im direkten Gespräch mit den Projekt-Beteiligten in den Austausch treten. Einzelne Aspekte der Teilvorhaben haben sich mit Ausstellungsobjekten und interaktiven Bildschirmpräsentationen vorgestellt. 

Blickfang und Publikumsmagnet waren ein Infotisch mit bunten Würfeln zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen sowie das Modell einer Brennstoffzelle. Ihre Wünsche und Visionen für die Region konnten die Besucherinnen und Besucher auf einer mechanischen Schreibmaschine eintippen und an der Wünsche-Wand aufhängen: ein echtes analoges Erlebnis (und Erinnern), das gerne angenommen wurde, um eigene Anliegen auszudrücken. Kinder konnten aus Buchenholz-Klötzchen und Klebestreifen umklappbare Endlos-Würfel zusammenfügen und mit von ihnen ausgewählten Zukunftswünschen bekleben. Interessierten wurden Materialien aus der Projektarbeit zur Verfügung gestellt.

Die Resonanz aus dem Publikum war positiv. Es gab zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die auch aus ihrem persönlichen Erfahrungsbereich berichteten und sich für die Arbeiten und ersten Ergebnisse des Projekts interessierten. Die Wünsche-Wand füllte sich im Laufe der beiden Tage mit Beiträgen von Menschen jeder Generation. 

Der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern der Region in Wilhelmshaven war die dritte Aktion im Rahmen des Transformationslabors, in dem wir größere Events in der Region besuchen und das 4N-Projekt vorstellen.
Die Landtage Nord in Wüsting vom 22. bis 25. August reihen sich in die Event-Serie ein.