24.08.26 | Pflege im Wandel: Einblicke in die Tagung
Der Landkreis Cloppenburg, der Forschungsverbund 4N und die Universität Vechta laden ein zum Fachtag
Pflege im Wandel: Vereinbarkeit von Pflege und Beruf als regionaler Standortfaktor
Die Teilnehmenden zum abschließenden Gruppenfoto
Beitrag von: Andrea Teti (Universität Vechta, Mitglied der Kommission zum Neunten Altersbericht der Bundesregierung)
Pflege im Wandel. Vereinbarkeit von Pflege und Beruf als regionaler Standortfaktor.
Pflege im Wandel
Beitrag von: Prof. Dr. Annette Franke (Unabhängiger Beirat für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf)
Care – Beruf – Verantwortung: Vereinbarkeit heute gestalten.
Care – Beruf – Verantwortung:
Beitrag von: Prof. Dr. Markus Wübbeler (Hochschule Bochum)
Versorgungsstrukturen und Pflege im ländlichen Raum.
Versorgungsstrukturen und Pflege im ländlichen Raum
Beitrag von: Andrea Konkel (Caritasverband Düsseldorf e. V.)
„Elder“care? – Care- und Erwerbsarbeit in der Begleitung von Menschen mit Demenz.
“Elder“care?
Beitrag von: Melanie Philip + Marén Feldhaus (Pflegepioniere + Landkreis Cloppenburg)
Arbeitszeit- und Unterstützungsmodelle: Wie gehen Unternehmen mit dem Thema „Pflege“ um?
Arbeitszeit- und Unterstützungsmodelle
Beitrag von: Prof. Dr. Annette Franke (Hochschule RheinMain)
Pflege auf Distanz – Mental Load bei pflegenden Angehörigen.
Pflege auf Distanz
24.08.26 | Pflege im Wandel: Vereinbarkeit von Pflege und Beruf als regionaler Standortfaktor
Der Landkreis Cloppenburg, der Forschungsverbund 4N und die Universität Vechta laden ein zum Fachtag
Pflege im Wandel: Vereinbarkeit von Pflege und Beruf als regionaler Standortfaktor
KI-generiert
Programm
Zum Thema
Die Alterung der Gesellschaft stellt den ländlichen Raum vor große Herausforderungen: Immer mehr Menschen werden pflegebedürftig, stationäre Pflege wird zunehmend kostspieliger, und gleichzeitig stehen Unternehmen unter dem Druck des Fachkräftemangels. Wer Angehörige pflegt und berufstätig ist, steht oft vor kaum lösbaren Vereinbarkeitskonflikten – mit spürbaren Folgen für Arbeitgeber und die regionale Wirtschaft insgesamt. Wie können Unternehmen dazu beitragen, dass sich Pflege und Beruf besser vereinbaren lassen? Welche Strukturen braucht unsere Region, um Menschen in Pflegeverantwortung zu unterstützen? Die Veranstaltung umfasst Fachvorträge und Workshops und richtet sich an Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung, um gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Die Podiumsdiskussion am Abend lädt ein breites Publikum ein, über den Wert von Pflege und Care Arbeit in unserer Gesellschaft zu debattieren.
Es stehen Ihnen in der näheren Umgebung viele kostenfreie Parkplätze zur Verfügung.
24.-26.06.26 | Abschlusstagung: Programm
Ländlicher Raum im Wandel – Interdisziplinäre Perspektiven auf Transformationsprozesse
Im Kulturzentrum PFL in Oldenburg
Tagung vom 24. bis 26. Juni 2026
Abschlusstagung im Forschungsverbund 4N Nordwest Niedersachsen Nachhaltig Neu
Ländliche Räume stehen gegenwärtig im Zentrum vielfältiger, sich überlagernder Transformationsprozesse, die ökologische, soziale, ökonomische, kulturelle und politische Dimensionen gleichermaßen betreffen. Klimawandel, demografische Veränderungen, Digitalisierung, neue Anforderungen an Mobilität sowie Veränderungen globaler Wertschöpfungsketten und des Ernährungssystems prägen zunehmend die Entwicklungsbedingungen auch abseits urbaner Zentren.
Zugleich entstehen in ländlichen Regionen innovative Formen sozialer Organisation, neue ökonomische und kulturelle Praktiken sowie alternative Modelle nachhaltiger Ressourcennutzung, die das Potenzial haben, über die jeweiligen Regionen hinauszuweisen.
Die aktuellen Herausforderungen verdeutlichen, dass ländliche Räume weder als homogene noch als periphere Gebilde verstanden werden können. Vielmehr sind sie Orte intensiver Aushandlungsprozesse, in denen gesellschaftlicher Wandel in besonderer Weise sichtbar wird: Fragen von Daseinsvorsorge, Teilhabe, Governance, Mobilität und kulturelle Initiativen gewinnen hierbei neuen Stellenwert.
Die Tagung greift diese Entwicklungen auf und möchte den Austausch zwischen Forschung, Verwaltung und regionalen Akteurinnen und Akteuren sowie der interessierten Öffentlichkeit fördern. Sie verbindet theoretische Zugänge, empirische Forschung und praxisorientierte Ansätze, um aktuelle Transformationsprozesse in ländlichen Räumen mit dem Schwerpunkt Nordwest-Niedersachsen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und in einen fruchtbaren Dialog zu bringen.
Kulturzentrum PFL | CC0 Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH | Mario Dirks
Themen der Tagung:
Transformative Bildung in ländlichen Räumen
Planung und Digitalisierung, Regionale Mobilität im ländlichen Raum
Küste, Klimawandel und Tourismus
Regenerative Energie und landwirtschaftliche Perspektiven zu Klimawandel und Biodiversität
Gesundheit, Pflege und Alter im ländlichen Raum
Zur Tagung konnten wir herausragende Fach-Persönlichkeiten für Keynote-Beiträge gewinnen.
Darunter sind …
Teja Tscharnke, Abteilung Agrarökologie, Universität Göttingen
Rainer Danielzyk, Institut für Umweltplanung, Universität Hannover
Sabrina Seeler, Fachhochschule Westküste, Heide
Christoph Marquard, Mobile Zeiten, Jaderberg
Guido Brüggemann, Wattmanufaktur, Galmsbüll
Serge Autexier, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI), Bremen
Außerdem stellt das Projekt mit seinen zahlreichen Vorhaben die Arbeiten der vergangenen Jahre vor.
Ort:
Kulturzentrum PFL Peterstraße 3 26121 Oldenburg
Anfahrt mit der Bahn:
Vom Hauptbahnhof sind es zu Fuß 15 Minuten oder mit der Buslinie 306 (Richtung Universität), 308 (Richtung BBS Wechloy) oder 310 (Richtung Famila) bis Haltestelle Julius-Mosen-Platz.
Anfahrt mit dem Auto:
Parkhäuser „Am Waffenplatz“ oder „Heiligengeist-Höfe“.
An der Jade-Hochschule findet am 5. Juni ein Symposium zu dem Thema „Enabling boundaries: Rethinking Spatial Categories, Epistemic Challenges, and transformative Design Practices“ statt.
16.04.26 | 4N-Beteiligung: Entwurf und Gestaltung von Verkehrslagen
Prof. Dr. Schwerdhelm beteiligte sich am 16. April 2026 an der Veranstaltung „Entwurf und Gestaltung von Verkehrslagen„ in der Wedemark mit einem Beitrag zu „Verkehrsentwicklung in ländlichen Räumen – Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt 4N„.
19.03.26 | Beiratssitzung des Verbundes von 4N
Am 19. März traf sich der 4N Beirat im Senats-Saal der Universität Vechta. Thematischer Schwerpunkt des Austauschs waren die Verbund-Arbeiten zu küstenbezogenen Themen. In seinen einführenden Worten dankte der Sprecher den Mitgliedern des Beirates, die uns in der Vergangenheit mit Rat und Tat hilfreich zur Seite standen. Broder Breckling, mit der Verbund-Koordination beauftragt, gab einen Überblick über aktuelle Aktivitäten, Veranstaltungen und Publikationen. Er verwies dabei u. a. auf die Abschlusstagung des Verbundes in Oldenburg vom 24.-26. Juni 2026 und in einer ersten Einschätzung auf Erfolgsfaktoren und limitierende Aspekte in der zurückliegenden inter-institutionell und interdisziplinär ausgerichteten Arbeit der beteiligten Einrichtungen.
24.-26.06.26 | CfP: 4N Abschluss-Veranstaltung
Vom 24. bis 26. Juni findet im Kulturzentrum PFL in Oldenburg die Abschlusstagung des 4N Verbundes statt:
die von den Teilvorhaben des Verbundes erzielte Forschungsergebnisse werden vorgestellt,
zu zentralen Themen regionaler Transformationsprozesse werden auswärtige Experten eingeladen und
es findet ein öffentlicher Austausch mit Interessierten aus der Region darüber statt.
Das Themenspektrum siehe im beigefügten Call for Paper.
Beiträge können bis zum 15.3. angemeldet werden mit einem Abstract von bis zu 300 Worten und einer Kurzbiografie der Einreichenden. Es besteht die Möglichkeit, die Präsentationen in einem Tagungsband (Transformation Dynamics) zu publizieren.
Der zweite Band „Transformation Dynamics“ wurde veröffentlicht
Der zweite Band „Transformation Dynamics“ liegt nun vor, die enthaltenen neun Beiträge sind zum Download verfügbar.
Der Band widmet sich der Prozesshaftigkeit des Wandels und richtet den Blick auf die Dynamiken, die ihn in ländlichen Räumen antreiben, strukturieren und prägen. Dabei steht nicht nur die Analyse der stattfindenden Veränderungen im Mittelpunkt, sondern ebenso die Frage nach praxisorientierten Lösungsansätzen, die den Übergang zu resilienten und nachhaltigen Zukunftsräumen unterstützen. […]
Die hier versammelten Beiträge zeigen, wie tiefgreifend ökologische und technologische Veränderungen die lokalen Lebenswelten beeinflussen, und wie wichtig es ist, diese Dynamiken in ihrem jeweiligen Kontext zu verstehen. Der Band spannt einen weiten Bogen, den die Transformationsforschung als interdisziplinäres Arbeitsfeld eröffnet. Dieses reicht im vorliegenden Band von der Wahrnehmung von Klimafolgen, der raumzeitlichen Analyse ökologischer Netzwerke und der biologischen Vielfalt, Entwicklungen auf dem Gebiet regenerativer Energiegewinnung, historischen Entwicklungen von Landnutzungsänderungen ebenso wie verschiedener Veränderungen, die sich im Rahmen gesellschaftlicher Digitalisierungsprozesse ergeben.
In der Gesamtschau fügt sich der zweite Band der Publikationsreihe Transformation Dynamics in die aktuellen Diskurse zu Transformation und Nachhaltigkeit ein. Er zeigt, dass Nachhaltigkeit ein dynamisches Aushandlungsfeld ist, das nur im Zusammenspiel von Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft verstanden und gestaltet werden kann.
„Transformation Dynamics“ versteht sich damit als Beitrag zu einem interdisziplinären Verständnis von Wandel – als Einladung, Transformation nicht nur zu erforschen, sondern sie aktiv zu gestalten: wissensbasiert, partizipativ und mit einem Blick auf die Potenziale und Herausforderungen ländlicher Räume im 21. Jahrhundert.
An der Jade-Hochschule findet am 5. Juni ein Symposium zu dem Thema „Enabling boundaries: Rethinking Spatial Categories, Epistemic Challenges, and transformative Design Practices“ statt.
Zu diesem werden Interessierte mit einem „Call for Participation“ herzlich zur Teilnahme eingeladen. Beiträge können mit einem Abstract von maximal 300 Worten und einem kurzen Lebenslauf eingereicht werden. Als Deadline für Anmeldungen ist der 6. März gesetzt.
28./29.10. | Jahrestreffen: Transformations-Dynamiken im nordwestlichen Niedersachsen
Transformationsprozesse in ländlichen Räumen zählen seit etwa zwei Jahrzehnten zu den zentralen Gegenstandsbereichen inter- und transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung. Unter Bedingungen multipler Krisen – Klimawandel, Biodiversitätsverlust, demografischer Wandel, infrastrukturelle Fragilität und sozioökonomischer Restrukturierungen – gilt der ländliche Raum inzwischen nicht länger als peripherer Nachsorgebereich, sondern als ein dynamisches Labor gesellschaftlicher Zukunftsgestaltung. Forschungsverbünde wie 4N („Nordwest Niedersachsen Nachhaltig Neu“) bewegen sich damit im Zentrum aktueller Debatten um transformative Forschung, resiliente Regionalentwicklung, Governance regionalen Wandels und sozioökologische Innovationsprozesse.
Lesen Sie mehr in unserem beigefügten Beitrag über das diesjährige Jahrestreffen von 4N.
28.-30.10.2025 | International Scientific Wadden Sea Symposium (ISWSS) in Groningen
TEILVORHABEN 4
Vom 28.-30.10.2025 brachte das 16. Internationale Wattenmeersymposium 200 Teilnehmende aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden zusammen. Aus dem 4N Projekt nahmen Prof.in Dr.in Amelie Bernzen und Gesa Witt aus dem Teilvorhaben 4 teil. Ziel war ein wissenschaftlich fundierter Austausch darüber, wie natürliche und anthropogene Kräfte das Weltnaturerbe Wattenmeer beeinflussen. Stetig wachsende Herausforderungen, bedingt durch multiple Krisen wie Klimawandel oder Biodiversitätsverlust, machen Zusammenarbeit, Forschung und Austausch wichtiger denn je. Teilnehmende aus den Natur- und Sozialwissenschaften sowie aus Politik und Praxis diskutierten ein breites Spektrum an Themen aus unterschiedlichen Perspektiven – von kumulativen Belastungen über die Resilienz von Ökosystemen hin zu innovativen Ideen zu Nachhaltigkeitstransformationen.
Prof.in Dr.in Amelie Bernzen.
Prof.in Dr.in Amelie Bernzen moderierte eine Session zu tri- und internationalen Rahmenbedingungen für Schutz und Management des Wattenmeeres. Gesa Witt stellte Forschungsergebnisse zum Thema nachhaltige Tourismusentwicklung in der Biosphärenregion niedersächsisches Wattenmeer aus einer wachstumskritischen Perspektive vor.
Das Weltnaturerbezentrum (WEC)in Lauwersoog.
Neben spannenden Diskussionen, der Vertiefung bestehender und dem Knüpfen neuer Kontakte stellte der Besuch des in diesem Sommer neu eröffneten Weltnaturerbezentrums (WEC) in Lauwersoog ein besonderes Highlight dar: Hier wird aktiver Artenschutz in Form einer Seehundklinik mit Formaten für Bildung für nachhaltige Entwicklung verbunden, z.B. in Form einer interaktiven Ausstellung oder der Möglichkeit zur Durchführung von Workshops für verschiedene Zielgruppen.
10.25 | Transformationslabor: Die Präsentationsreise
Zum 4N Jahrestreffen am 28./29. Oktober wurde eine Auswertung der Erfahrungen zusammengestellt, die aus der Vorstellung des Verbundes in der Region resultierten: Der Beteiligung am Feierabendmarkt in Emden, der Dorfpartie in Cloppenburg, der Landtage Nord in Wüsting sowie dem Wochenende an der Jade und dem Erntedank in Wilhelmshaven. Zu diesen Anlässen wurden Ergebnisse und Beteiligungsmöglichkeiten vorgestellt und zahlreiche Gespräche mit Interessierten zu unseren Arbeiten geführt.
08.10.25 | Grüner Wasserstoff aus Emden. Vortragsabend mit der EWE HYDROGEN GmbH
Eröffnung durch Prof. Dr. Carsten Koch, Vizepräsident für Forschung, Wissenstransfer und Digitalisierung der Hochschule Emden/Leer.
Uwe Reimer erklärt den Effekt von CO2-Emissionen aus fossilen Energieträgern anhand der Nutzung von Einwegbechern.
Uwe Reimer bei der Überleitung vom allgemeinen Thema Wasserstoff zur aktuellen Großbaustelle von EWE in Emden-Ost.
Alexander Malchus erläutert die Stromkapazitäten am Standort.
Alexander Malchus gibt einen Überblick über die Auswirkung der Wasserstoffwirtschaft auf den internationalen Handel von Energieträgern.
Rückenwind für den Wasserstoff
Warum Wasserstoff? Passend zur aktuell kontrovers geführten Debatte über den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland und der Region fanden sich am Mittwoch rund 70 Vortragsgäste an der Hochschule Emden/Leer zusammen, um sich über die regionalen Vorhaben in diesem Zusammenhang und zur Technologie an sich zu informieren. Eingeladen hatten der Fachbereich Technik der Hochschule und die EWE Hydrogen GmbH.
Die EWE errichtet derzeit am Standort Emden-Ost einen 320 Megawatt-Elektrolyseur, der im Jahr 2027 in Betrieb gehen soll. Der hier erzeugte Wasserstoff könnte nach Angaben des Energieversorgers in Zukunft etwa 400.000 Tonnen Kohle und damit eine Million Tonnen CO2 einsparen. Eine Einführung in die Technologie, die hinter der Elektrolyse steckt, und warum gerade Wasserstoff ein wichtiger Baustein im künftigen Energiemix sein wird, gab Dr. Uwe Reimer als wissenschaftlicher Mitarbeiter den Anwesenden im Technikum der Abteilung Elektrotechnik und Informatik.
„Wasserstoff rechnet sich derzeit betriebswirtschaftlich noch nicht – aber volkswirtschaftlich“, so Reimer, der seit Jahren intensiv auf diesem Gebiet forscht. Als Beispiel griff er die Nutzung von Einwegbechern im Fastfood-Restaurant auf, die in der Anschaffung günstiger seien als Mehrwegbecher, in der Folge aber große Müllkosten verursachen, die wiederum von der Allgemeinheit getragen werden müssten. Analog verhält es sich mit den CO2-Emissionen durch die Verwendung fossiler Energieträger. Wasserstoff bietet hier eine Alternative, da er sowohl umweltfreundlich aus regenerativen Energien erzeugt und auch in großem Maßstab gelagert und transportiert werden kann, so der promovierte Chemiker, der sich im Rahmen des Projektes „4N – Nordwest Niedersachsen Nachhaltig Neu“ an der Hochschule mit Anwendungsmöglichkeiten von grünem Wasserstoff beschäftigt.
Auch Alexander Malchus von der Geschäftsfeldentwicklung & Strategie bei der EWE HYDROGEN GmbH räumte der Ressource Wasserstoff einen hohen Stellenwert im Energiemarkt der Zukunft ein. Nur unter dessen Einbezug werde sich die Energiewende realisieren lassen, die Dekarbonisierung gemeistert und die Unabhängigkeit von fossilen Importen gewährleistet werden können. Große Herausforderungen auf dem Weg dahin seien aktuell der Ausbau des Stromnetzes, um den Verbraucher deutschland- und europaweit zeitnah zu versorgen, die Speichermöglichkeiten und der Umgang mit dem überschüssigen Grünstrom – den man jedoch zu Spitzenzeiten beispielsweise sehr gut in Wasserstoff umwandeln könne, so Malchus. Der Experte der EWE wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Elektrolyseur, wäre er bereits in Betrieb gewesen, bereits vor zwei Jahren einen Großteil des am Umspannwerk Emden-Ost abgeregelten Strom in Wasserstoff hätte umwandeln können.
„Wir sind auf dem Weg, eine große Industrie aufzubauen“, so Malchus. Dafür brauche es jedoch auch die Unterstützung seitens der Politik, etwa im Bereich der strengen Strombezugskriterien bei der Elektrolyse. Die Regulierung müsse zumindest in der Anfangszeit der sich im Aufbau befindlichen Infrastruktur heruntergeschraubt werden, um attraktivere Bedingungen zu schaffen. Eine Maßnahme, die sich bei allen Herausforderungen lohne, zeigte sich Malchus gewiss. Die Küstenregion mit ihrer sehr guten Anbindung zur On- und Offshoreindustrie habe ein enormes Potenzial, um die Wasserstoffwirtschaft voranzutreiben. „Wir sehen uns hier als absolut wettbewerbsfähig.“ Dies bestätigte auch Prof. Dr. Carsten Koch, Vizepräsident für Forschung, Wissenstransfer und Digitalisierung, mit seiner Einschätzung: „Emden ist prädestiniert, zukünftiger Knotenpunkt für die Wasserstoffwirtschaft zu werden.“
04.10.25 | Großes Solar-Forschungsprojekt in Emden
Am Sonnabend, den 04. Oktober wurde im Teil „Echt Ostfriesisch“ im Sonntagsblatt Emden der Artikel „Großes Solar-Forschungsprojekt in Emden“ veröffentlicht.
Lesen Sie gerne im beigefügten Dokument näheres zum aktuellen Stand der Solaranlagen.