28./29.10. | Jahrestreffen: Transformations-Dynamiken im nordwestlichen Niedersachsen
Transformationsprozesse in ländlichen Räumen zählen seit etwa zwei Jahrzehnten zu den zentralen Gegenstandsbereichen inter- und transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung. Unter Bedingungen multipler Krisen – Klimawandel, Biodiversitätsverlust, demografischer Wandel, infrastrukturelle Fragilität und sozioökonomischer Restrukturierungen – gilt der ländliche Raum inzwischen nicht länger als peripherer Nachsorgebereich, sondern als ein dynamisches Labor gesellschaftlicher Zukunftsgestaltung. Forschungsverbünde wie 4N („Nordwest Niedersachsen Nachhaltig Neu“) bewegen sich damit im Zentrum aktueller Debatten um transformative Forschung, resiliente Regionalentwicklung, Governance regionalen Wandels und sozioökologische Innovationsprozesse.
Lesen Sie mehr in unserem beigefügten Beitrag über das diesjährige Jahrestreffen von 4N.
28.-30.10.2025 | International Scientific Wadden Sea Symposium (ISWSS) in Groningen
TEILVORHABEN 4
Vom 28.-30.10.2025 brachte das 16. Internationale Wattenmeersymposium 200 Teilnehmende aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden zusammen. Aus dem 4N Projekt nahmen Prof.in Dr.in Amelie Bernzen und Gesa Witt aus dem Teilvorhaben 4 teil. Ziel war ein wissenschaftlich fundierter Austausch darüber, wie natürliche und anthropogene Kräfte das Weltnaturerbe Wattenmeer beeinflussen. Stetig wachsende Herausforderungen, bedingt durch multiple Krisen wie Klimawandel oder Biodiversitätsverlust, machen Zusammenarbeit, Forschung und Austausch wichtiger denn je. Teilnehmende aus den Natur- und Sozialwissenschaften sowie aus Politik und Praxis diskutierten ein breites Spektrum an Themen aus unterschiedlichen Perspektiven – von kumulativen Belastungen über die Resilienz von Ökosystemen hin zu innovativen Ideen zu Nachhaltigkeitstransformationen.
Prof.in Dr.in Amelie Bernzen.
Prof.in Dr.in Amelie Bernzen moderierte eine Session zu tri- und internationalen Rahmenbedingungen für Schutz und Management des Wattenmeeres. Gesa Witt stellte Forschungsergebnisse zum Thema nachhaltige Tourismusentwicklung in der Biosphärenregion niedersächsisches Wattenmeer aus einer wachstumskritischen Perspektive vor.
Das Weltnaturerbezentrum (WEC)in Lauwersoog.
Neben spannenden Diskussionen, der Vertiefung bestehender und dem Knüpfen neuer Kontakte stellte der Besuch des in diesem Sommer neu eröffneten Weltnaturerbezentrums (WEC) in Lauwersoog ein besonderes Highlight dar: Hier wird aktiver Artenschutz in Form einer Seehundklinik mit Formaten für Bildung für nachhaltige Entwicklung verbunden, z.B. in Form einer interaktiven Ausstellung oder der Möglichkeit zur Durchführung von Workshops für verschiedene Zielgruppen.
10.25 | Transformationslabor: Die Präsentationsreise
Zum 4N Jahrestreffen am 28./29. Oktober wurde eine Auswertung der Erfahrungen zusammengestellt, die aus der Vorstellung des Verbundes in der Region resultierten: Der Beteiligung am Feierabendmarkt in Emden, der Dorfpartie in Cloppenburg, der Landtage Nord in Wüsting sowie dem Wochenende an der Jade und dem Erntedank in Wilhelmshaven. Zu diesen Anlässen wurden Ergebnisse und Beteiligungsmöglichkeiten vorgestellt und zahlreiche Gespräche mit Interessierten zu unseren Arbeiten geführt.
04.10.25 | Großes Solar-Forschungsprojekt in Emden
Am Sonnabend, den 04. Oktober wurde im Teil „Echt Ostfriesisch“ im Sonntagsblatt Emden der Artikel „Großes Solar-Forschungsprojekt in Emden“ veröffentlicht.
Lesen Sie gerne im beigefügten Dokument näheres zum aktuellen Stand der Solaranlagen.
Vom 22. bis 25. August drehte sich in Wüsting bei Oldenburg alles um die Landwirtschaft: über 600 Aussteller, rund 70.000 Besucher, die Landtage Nord sind in jedem Jahr ein Treffpunkt für Fachpublikum, Verbraucher, Familien und andere Interessierte.
Die Landwirtschaft ist in Nordwest Niedersachsen geradezu ein Motor für die Transformation der ländlichen Region: Hochtechnologie trifft auf traditionelle Strukturen und Familienbetriebe. Automatisierung in der Tierhaltung, im Pflanzenanbau und bei der Ernte sind ebenso Thema wie Energieversorgung, Wasserwirtschaft, Tierwohl und Klimaschutz. Tourismus, Generationswechsel und Demografie sind weitere Stichworte, die für die Region und insbesondere für die Landwirtschaft von Bedeutung sind. Genügend Themen also für den 4N-Verbund, seine Vorhaben, Fragestellungen und erste Ergebnisse zu präsentieren und mit den Besuchern darüber in Kontakt zu kommen.
Unter der Rahmen-Fragestellung „Wie soll unsere Region in 10 Jahren sein“ gab es interaktive Beiträge aus den Teilvorhaben des Verbundes. Aus den vorhergehenden Veranstaltungen zum Transformationslabors konnten wir lernen, dass insbesondere interaktive und haptisch zugängliche Ausstellungsstücke, die an bereits bestehende Interessen und Kenntnisse der Besucherinnen und Besucher anknüpfen, diese zum Austausch und zum Verweilen einladen:
Ein kleines Modell mit Fotovoltaik-Modulen und einer Mini-Brennstoffzelle in einem Modellauto fand besonders Aufmerksamkeit. Nicht nur bei Kindern, auch bei Erwachsenen, die mit uns zum Thema (dezentrale) Energieversorgung ins Gespräch kamen.
Eine Auswahl an Acker- und Wiesenpflanzen an unseren Stand lud die Besucher ein, mit der die Pflanzenbestimmungs-App Flora Incognita zu experimentieren und deren Treffsicherheit selbst zu erproben. Mit überraschend vielen Besucherinnen und Besucher konnten wir hierüber einen Erfahrungsaustausch führen, über Anwendungen im eigenen Garten oder zu Wildpflanzen-Vorkommen im ländlichen Raum. Offensichtlich leistet die App einen ersichtlichen Beitrag zum Verständnis über biologische Vielfalt und Artenkenntnis.
Den Wandel in der Region konnten wir mit großformatigen Leporellos zum Durchblättern und Postern thematisieren. Regionale Auswirkungen des Klimawandels, Nahverkehr, gesundheitliche Versorgung und andere Infrastruktur, aber auch Wohnformen für ältere Menschen in ländlichen Regionen wurden dargestellt und waren Themen für Gespräche. Auch auf die RISING-Studie wurde aufmerksam gemacht, die eine Umfrage zur gesundheitlichen Situation im nordwestlichen Niedersachsen erstellt.
Wie zuvor bereits gab es auch in Wüsting viel Interesse an den Würfeln, auf denen die 17 Nachhaltigkeitsziele der Uno für 2030 dargestellt sind (Sustainable Development Goals, SDG, https://de.wikipedia.org/wiki/Ziele_f%C3%BCr_nachhaltige_Entwicklung) zusammen mit eigenen Handlungsmöglichkeiten in einfacher Sprache.
Der Aufruf „Wie soll deine Region in 10 Jahren sein“ mit der Aufforderung, seine Visionen vor Ort in eine analoge Schreibmaschine einzutippen, wurde ebenfalls wieder wie bei den vorherigen Veranstaltungen zum Transformationslabor angeboten.
Von etlichen Besucherinnen und Besuchern konnten wir ausführlich erfahren, welche Veränderungen sie beschäftigen. Hierbei wurden Konflikte zwischen Landwirtschaft und Siedlungsbau angesprochen, nachhaltige Produktion und Wirtschaftlichkeit, Landverbrauch durch Fotovoltaik und viele Themen mehr.
FAZIT |
Das Transformationslabor verfolgt mit den Besuchen von Messen in der Region das Ziel, auf direktere Ebene mit den Menschen in der Region ins Gespräch zu kommen und sich über die Fragestellungen des Projektes auszutauschen Der Austausch entwickelt sichmeist ausgehend von der Aufmerksamkeit, die haptisch zugängliche und optisch interessante Ausstellungsstücke finden – und ermöglicht es davon ausgehend, den Austausch zu eigenen Interessen und komplexen Erfahrungen weiterführend zu vertiefen.
Die nächste und letzte Veranstaltung in dieser Reihe wird ein 4N Beitrag zum Erntedankfest am 4. Oktober in Wilhelmshaven sein.
05./06.07.25 | 4N-Verbund präsentiert sich beim Wochenende an der Jade in Wilhelmshaven
Das Wochenende an der Jade ist das größte Stadtfest in Wilhelmshaven mit einer jahrzehntelangen Tradition und einem umfangreichen Programm von maritim über Bühnenshow bis Feuerwerk und zog in diesem Jahr um die 250.000 Besucherinnen und Besuchern an. Eine neu eingerichtete „Erlebnismeile“ bot am 5. und 6. Juli erstmalig die Möglichkeit für Vereine; Initiativen und Projekte, ihre Arbeit und ihr Engagement an zwei Tagen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das 4N-Projekt war mit einem Stand dabei.
Unter dem Motto „Wie soll unsere Region in 10 Jahren sein?“ konnten sich die Besucherinnern und Besucher über das Forschungsvorhaben informieren und im direkten Gespräch mit den Projekt-Beteiligten in den Austausch treten. Einzelne Aspekte der Teilvorhaben haben sich mit Ausstellungsobjekten und interaktiven Bildschirmpräsentationen vorgestellt.
Blickfang und Publikumsmagnet waren ein Infotisch mit bunten Würfeln zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen sowie das Modell einer Brennstoffzelle. Ihre Wünsche und Visionen für die Region konnten die Besucherinnen und Besucher auf einer mechanischen Schreibmaschine eintippen und an der Wünsche-Wand aufhängen: ein echtes analoges Erlebnis (und Erinnern), das gerne angenommen wurde, um eigene Anliegen auszudrücken. Kinder konnten aus Buchenholz-Klötzchen und Klebestreifen umklappbare Endlos-Würfel zusammenfügen und mit von ihnen ausgewählten Zukunftswünschen bekleben. Interessierten wurden Materialien aus der Projektarbeit zur Verfügung gestellt.
Die Resonanz aus dem Publikum war positiv. Es gab zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die auch aus ihrem persönlichen Erfahrungsbereich berichteten und sich für die Arbeiten und ersten Ergebnisse des Projekts interessierten. Die Wünsche-Wand füllte sich im Laufe der beiden Tage mit Beiträgen von Menschen jeder Generation.
Der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern der Region in Wilhelmshaven war die dritte Aktion im Rahmen des Transformationslabors, in dem wir größere Events in der Region besuchen und das 4N-Projekt vorstellen. Die Landtage Nord in Wüsting vom 22. bis 25. August reihen sich in die Event-Serie ein.
07.2025 | Die dritte Welle der Rising-Studie beginnt
INHALT DER FORSCHUNG
Gesundheit von Menschen in ländlichen Regionen ist bisher wenig untersucht worden. Um belastbare Date darüber zur Verfügung zu stellen, wie Nordwest-Niedersachsen, die gesundheitliche Situation der Bevölkerung und ihre Bedarfe sich verändern, führen wir zum ersten Mal in der Region eine Längsschnittstudie mit drei Erhebungswellen durch. Diese Studie heißt RISING „Resilient IndividualS in TransformING regions“(Resiliente Individuen in sich wandelnden Regionen).
Das Team um Prof.in Dr.in Jutta Lindert (Mitte) freut sich über alle Teilnehmenden der dritten Welle der Befragung.
TEILNAHMEZEITRAUM
Bis Mitte September können sich alle in der Region lebenden Menschen ab 18 Jahren an der Studie beteiligen.
Über den Link gelangen Sie zu folgender Website.
Nutzen Sie alternativ den QR-Code, um zu der Befragung zu gelangen.
TEILNAHMEMÖGLICHKEITEN
Online unter www.hs-emden-leer.de/sl/rising-studie sowie schriftlich per Fragebogen. Um den Fragebogen und einen frankierten Rückumschlag zu erhalten, können Interessierte eine E-Mail an rising@hs-emden-leer.de schreiben oder sich telefonisch unter 0152 0411 1762 melden. Oder scannen sie den QR-Code.
Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos.
21.05.25 | TV5 Rurban Design: Design-Lab in Esens
Am 21. Mai 2025 fand im Mehrgenerationenhaus „Im Giebel“ in Esens eine Sitzung des im Rahmen des Teilvorhabens Rurban Design geplanten Design Labs statt. Beteiligt waren Mitglieder des Forschungsteams, studentische Mitarbeitende sowie Bewohner:innen einer Wohnsiedlung aus den 1960er-Jahren, die ursprünglich von den Niedersächsischen Heimstätten errichtet wurde. Die Siedlung ist heute von einer sozial und kulturell vielschichtigen Bewohnerschaft geprägt – Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Bildungshintergründe und ökonomischer Lebenslagen leben hier zusammen. Dank der Unterstützung der AWO Wittmund gelang es, die Zielgruppe direkt anzusprechen und zur aktiven Teilnahme zu gewinnen. Ziel der Veranstaltung war die Erprobung eines eigens entwickelten Planspiels, das sich mit Fragen der Stadtentwicklung und konkreten Wohnsituationen beschäftigt – gemeinsam mit Vertreter:innen aus der Siedlung. Das Planspiel, das im Rahmen des Projekts entwickelt wurde, dient dazu, die komplexen Dynamiken städtebaulicher Planungsprozesse anschaulich, erfahrbar und bearbeitbar zu machen. Die Teilnehmenden schlüpften in drei typische Rollen realer Planungsprozesse:
Vertreter:in der Verwaltung,
Investor:in bzw. Eigentümer:in mit wirtschaftlichen Interessen,
Vertreter:in des Bewohnerrats der Siedlung.
Jede dieser Rollen bringt eigene Ziele, Wünsche und Zwänge mit – und muss sich im Laufe des Spiels mit den anderen auseinandersetzen. Im Zentrum des Spiels steht die gemeinsame Erstellung eines Diagramms, das auf einem dreigeteilten Spielfeld entwickelt wird. Mithilfe von Begriffen aus verschiedenen thematischen Kategorien werden städtebauliche Themen aus drei Perspektiven untersucht:
Theoretisch-konzeptionelle Ebene (z. B. Leitbilder, Bebauungspläne)
Konkrete räumliche Manifestation (z. B. Eingriffe in den Stadtraum)
Damit verbundenen Gedanken, Gefühle und Wünsche der Beteiligten
Das Planspiel fördert somit nicht nur Perspektivwechsel und Aushandlung, sondern macht auch komplexe Planungsfragen sichtbar, verhandelbar und gemeinsam bearbeitbar. Es ist ein Werkzeug zur partizipativen Stadtentwicklung, das Theorie, Praxis Raum, Subjektivität und die jeweiligen Abhängigkeiten in einem gemeinsamen Denk- und Spielprozess verbindet.
Der Tag verlief erfolgreich: Die Teilnehmenden zeigten großes Interesse und waren so engagiert, dass sie nach dem ursprünglich vorgesehenen Spielende noch zwei weitere Runden spielen wollten. Die gesammelten Eindrücke – darunter Videoaufnahmen und Gesprächsprotokolle – werden in den nächsten Schritten ausgewertet. Sie dienen dazu, das Spiel weiter zu reflektieren, zu optimieren und für den Einsatz mit weiteren Zielgruppen spielbereit aufzubereiten.
03/25 | Zukunft im Dorf mitgestalten – Jugendliche auf Zukunftstour in Gehrde
Wie können wir die Zukunft unseres Dorfes selbst mitgestalten? Diese Frage stand im Mittelpunkt des FUTURE WALK, einem innovativen Beteiligungsformat das jungen Menschen die Chance bietet, eigene Zukunftsvisionen zu entwickeln und in den Austausch mit (politischen) Entscheidungsträger*innen zu kommen. Das Format wurde im Rahmen des Verbundprojekts „4N – Nordwest Niedersachsen Nachhaltig Neu“ von Projektbeteiligten an der Universität Vechta und der Universität Oldenburg entwickelt.
„Jugend in Deutschland 2024“
Quelle: Schnetzer et al. (2024). Trendstudie 2024 – Jugend in Deutschland. Verantwortung für die Zukunft? Ja, aber. Simon Schnetzer, Kempten.
Die Motivation zur Entwicklung des Formats ist ein wachsender Pessimismus unter jungen Menschen. Laut der aktuellen Trendstudie „Jugend in Deutschland 2024“ schwindet die Aussicht auf ein gutes Leben zunehmend. Eine zentrale Herausforderung für alle Akteure in der Gesellschaft ist laut den Studienautoren, Möglichkeiten zu finden, um junge Menschen für eine positive Vision zu begeistern und sie an Veränderungsprozessen zu beteiligen. Genau hier setzt das entwickelte Format FUTURE WALK an; die erste praktische Erprobung fand im Frühjahr in Gehrde statt.
Ideen sammeln, Visionen entwickeln
Zum Auftakt des Formats trafen sich Jugendliche im Gehrder Jugendtreff zu einem kreativen Workshop. Ziel war es, Orte im Dorf zu identifizieren, an denen sie sich in Zukunft mehr Leben, Begegnung und Aktivität wünschen. Ausgestattet mit Tablets gingen die Jugendlichen auf Entdeckungstour durch Gehrde und fotografierten ihre persönlichen Zukunftsorte. Auf Grundlage dieser Fotos wurden anschließend Ideen und Wünsche, was die Jugendlichen in Zukunft an diesen Orten erleben möchten, in kleinen Modellen visualisiert.
Dieser Einstiegsworkshop fand anschließend auch mit einer Gruppe von Mitgliedern des Gehrder Gemeinderats und weiteren interessierten Erwachsenen statt. Auch sie identifizierten ihre Zukunftsorte und formulierten Wünsche und Zukunftsvisionen für diese Orte. Beide Perspektiven wurden anschließend vom Projektteam zusammengeführt – und mithilfe von Künstlicher Intelligenz in Zukunftsbildern der verschiedenen Orte visuell dargestellt. Diese Bilder zeigen, wie es aussehen könnte, wenn die Ideen Wirklichkeit werden.
Gemeinsam durch das Gehrde von morgen
Den Höhepunkt des FUTURE WALK bildete ein gemeinsamer Spaziergang zu den ausgewählten Orten. Dort wurden die KI-generierten Zukunftsbilder gezeigt und diskutiert. Es entstand ein Dialog zwischen Generationen, zwischen Politik und Zivilgesellschaft, zwischen Vision und Realität.
Am Dorfteich wurde zum Abschluss des Spaziergangs bereits ein kleiner Teil dieser Zukunft greifbar: Ein Picknickbereich wurde aufgebaut, Menschen kamen ins Gespräch und genossen die Atmosphäre – ein Vorgeschmack auf das, was in Zukunft an diesem Ort häufiger passieren könnte.
Erste Ideen für ein lebendiges Gehrde
Die gesammelten Vorschläge reichen von mehr überdachten Fahrradstellplätzen, Hochbeeten und gemütlichen Liegeflächen bis hin zu Begegnungsorten für Jung und Alt sowie einer eigenen Hundewiese. Es sind kleine, aber wirkungsvolle Bausteine für ein lebenswerteres Dorf.
Zudem wurden konkrete erste Schritte vereinbart: Als erstes gemeinsames Projekt sollen Liegen aus Holz gebaut werden. Beim Bau sind die Jugendlichen gerne dabei und sie freuen sich darauf, wenn anschließend über ein Hinweisschild sichtbar wird, dass sie ihren Heimatort aktiv mitgestaltet haben.
21.05.25 | 4N auf dem Feierabendmarkt an der Hochschule Emden
Das anwesende Team von 4N vor Ort in Emden.
Am 21.Mai fand auf dem Gelände der Hochschule Emden der Feierabendmarkt statt. Schirmherr der Veranstaltung ist Rico Mecklenburg, der Präsident der Ostfriesischen Landschaft. Dreimal jährlich wird mit großer Beteiligung der Öffentlichkeit das Thema Nachhaltigkeit von vielen Akteuren, Firmen und Initiativen mit Angeboten und Informationen praktisch erlebbar gemacht. Die Koordinationsstelle für Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung an der Hochschule organisiert die Veranstaltung.
Im Hintergrund zu sehen: Die Photovoltaikanlage aus dem Verbundprojekt.
Einer der Beiträge, auf den die Organisatorinnen in ihrer Einladung zu dieser Veranstaltung besonders hingewiesen haben, war die Vorstellung der Photovoltaikanlage, die im Rahmen des 4N Vorhabens konzipiert wurde. Interessierten wurden dazu Führungen angeboten. Darüber hinaus standen zahlreiche Projektbeteiligte des 4N Verbundes Oldenburg, Vechta und Emden für einen intensiven, thematisch breit angelegten Austausch zur Verfügung. Mit einer größeren Zahl interessierter Besucherinnen und Besuchern konnten zahlreiche, teils sehr ausführliche Gespräche über gesellschaftliche Veränderungen, Mitwirkungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten zu den verschiedenen Arbeitsbereichen des Verbundes geführt werden.
Hingewiesen werden konnte auf Beteiligungsmöglichkeiten wie die RISING-Studie, die eine umfangreiche Erhebung zur gesundheitlichen Situation im Nordwestlichen Niedersachsen durchführt.
So gab es neben dem Agilio Grillwagen, Beates Seifenkunst, der Imkerei Frühlingsblüte, dem Leichtbau Lastenrad der Hochschule, dem Jute Seele Unverpacktladen und vielen anderen Beitragenden auch die Projekt 4N Infomeile: Strukturwandel im ländlichen Raum …
Eine weitere Präsentation von Arbeiten aus dem 4N Verbund in öffentlichem Rahmen findet während der Dorfpartie im Museumsdorf Cloppenburg vom 29.5. bis 1.6. statt.
29.05.-01.06.25 | Nachhaltigkeit und Transformation auf der Dorfpartie im Museumsdorf Cloppenburg
Der Informationsstand von 4N, mit Blick auf die abgedeckte Vielfalt auf der Fläche des Museumsdorfes.
Letzte Vorbereitungen, um in die Interaktion mit Interessierten zu treten.
Während für vier Tage im Museumsdorf Cloppenburg über einhundert renommierte Aussteller aus nah und fern eine bunte Mischung von Kräutern und Stauden, Pflanzen aller Art, Kleinkunst, Mode, Accessoires und (Kunst-) Handwerk zwischen beeindruckender historischer Architektur und blühenden Gärten präsentierten, zeigte sich das wissenschaftliche Verbundprojekt 4N bestrebt, die zahlreichen Gäste für die Transformationsprozesse im nordwestlichen Niedersachsen zu sensibilisieren und mit ihnen in den Austausch über anstehende Veränderungsprozesse zu treten. Nachhaltigkeitsthemen im Kontext von schulischer Bildung, klimatischen Veränderungen und technologischen Herausforderungen der Zukunft wurden diskutiert, Lösungswege erörtert, Risiken angesprochen und dabei insbesondere der ländliche Raum mit seinen spezifischen Herausforderungen in Bezug auf die Mobilität oder auch die Gesundheitsversorgung in den Mittelpunkt der Betrachtungen gestellt. Alle Altersgruppen von kleinen Kindern bis hin zu älteren Menschen kamen um zu diskutieren und auch Dinge auszuprobieren, so beispielsweise in einem kleinen Modell zur Erzeugung von Wasserstoff durch Fotovoltaik.
Vergangenheit und Gegenwart
Da das Museum selbst mit seinen historischen Gebäuden von der Frühen Neuzeit bis hin zur Dorfdiskothek des 20. Jahrhunderts ein wunderbares Beispiel für die Transformation ländlicher Welten darstellt und in großformatigen Reproduktionen alter Fotographien oder modernen drehbaren Hinweistafeln diese Frage auch offen thematisiert, war hier ein perfekter Rahmen für einen Austausch zwischen Wissenschaft und Bevölkerung gegeben.
Austausch und Interaktion zum besseren Verständnis.
Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in Würfelform zum Einsatz in der Schule.
Aus wissenschaftlicher Perspektive bemerkenswert war dabei die Feststellung, dass viele Menschen Veränderungsprozesse zwar wahrnehmen, sie zum Teil auch als beunruhigend empfinden, aber als solche eher selten bewusst reflektieren. Die Begriffe „Transformation“ und „Nachhaltigkeit“ in ihren unterschiedlichen Ausprägungen bleiben oft abstrakt und in gewisser Weise inhaltsleer; eine Feststellung die letztlich unterstreicht, wie wichtig es ist, dass Wissenschaft und Gesellschaft in den Austausch treten und miteinander kommunizieren. Wie sagte einst Nelson Mandela: „Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern“. An besserer Bildung, an besserer Kommunikation und an einem besseren wechselseitigen Verständnis gilt es zu arbeiten, wollen wir die anstehenden Veränderungsprozesse nicht einfach erleiden oder erdulden, sondern zur Gestaltung einer besseren und lebenswerteren Welt nutzen. Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die weltweit der Sicherung einer positiven Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen, wurden in einem Teilprojekt des Verbundes 4N auf kleinen Würfeln didaktisch für den Schulunterricht aufbereitet. Sie stießen auf großes Interesse vieler Besucherinnen und Besucher unseres Standes auf der Dorfpartie.
29.04.25 | TV 4 bei nationalem Workshop zum Monitoring von Auswirkungen des Tourismus auf das Wattenmeer
Am 29.04.2025 fand in der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) in Hamburg ein Workshop eines neuen vom gemeinsamen Wattenmeersekretariat (CWSS) koordinierten trilateralen Projektes statt. Es befasst sich mit der Entwicklung von Monitoring- und Auswertungsrichtlinien, um Auswirkungen des Tourismus auf den außergewöhnlichen universellen Wert des Weltnaturerbes Wattenmeer zu ermitteln und zu begrenzen. Eingeladen waren Fachleute, die sich aktiv in den Bereichen Management, Forschung, Monitoring und nachhaltige Entwicklung in der Wattenmeerregion engagieren. Hierzu gehörten neben Wissenschaftler*innen verschiedener Universitäten und Hochschulen auch Naturschutzexpert*innen, Anbieter touristischer Dienstleistungen, Destinationsmanager*innen oder in der lokalen Politik Engagierte. Nach fast drei Jahren intensiver Arbeit in der Wattenmeerregion konnte vor Ort Input zu vorhandenen Datenquellen und Studien in Bezug auf touristische und biodiversitätsbezogene Kennzahlen beigetragen werden, um diese besser nutzen zu können, um Gebiete, Lebensräume und Arten zu identifizieren, die im Kontext touristischer Aktivitäten besonders vulnerabel sind. Auch wurden innovative Ansätze für die Datenerhebung kritisch diskutiert, beispielsweise auf mobilen Endgeräten oder partizipativer Datensammlung beruhende Methoden. Schließlich wurden mögliche Fallstudien und Best Practice Beispiele aus der deutschen Wattenmeerregion identifiziert. Durch mehrmalige Feldaufenthalte auf den Ost- und Westfriesischen Inseln konnten wir unsere Expertise zu Nutzungskonflikten zwischen Umwelt- und Naturschutz, Biodiversitätsförderung und touristischer Entwicklung sowie mögliche Hotspots in Bezug auf besonders betroffene Gebiete und auf den Inseln diskutierte Themen in diesem Kontext beisteuern. In einem weiteren Schritt sollen die generierten Erkenntnisse mit den Ergebnissen aus Dänemark und den Niederlanden synchronisiert werden, die ebenfalls ende April in nationalen Workshops gewonnen wurden. Eine wichtige Botschaft am Ende des Tages war die zentrale Bedeutung der Betonung möglicher positiver Auswirkungen des Tourismus als ergänzenden Indikator zu vorhandenen problemzentrierten Indikatoren.
26.-28.03.25 | TV4 | Deutsch-niederländischer Workshop: Umgang mit Klimawandelfolgen auf den ost- & westfriesischen Inseln
Vom 26.-28.03.2025 tauschten sich fast 20 Teilnehmende auf Borkum zu Chancen und Risiken des Klimawandels für die Wasserversorgung und das Wassermanagement der deutschen und niederländischen Wattenmeerinseln aus. Folgende Fragen standen hierbei im Fokus:
DOKUMENTATION DES WORKSHOPS
Welche Probleme gibt es auf beiden Seiten der Grenze?
Welche Konflikte kommen zwischen verschiedenen Sektoren auf und welche Strategien gibt es, um diese zu beheben oder noch besser: gar nicht erst entstehen zu lassen?
Welche Akteur*innen spielen in diesem Kontext eine Rolle und auf welche Art & Weise werden diese in Entscheidungsprozesse zum Thema Klimaanpassung eingebunden?
Welche Maßnahmen wurden bisher umgesetzt und haben gut funktioniert und welche Hürden stehen einer erfolgreichen Umsetzung im Weg?
Welche Philosophien gibt es im Küstenschutz, im Naturschutz oder im Tourismus, wenn es um ein Leben mit dem Wasser geht?
BERICHTERSTATTUNG IN DER BORKUM AKTUELL
Der Bericht über den deutsch-niederländischen Workshop erschienen in der Maiausgabe auf Seite 76
DEN VOLLSTÄNDIGEN ARTIKEL ÜBER DEN WORKSHOP GIBT ES HIER:
Workshop Bericht Borkum
Wassermanagement – Besondere Herausforderungen auf den Inseln
Die Herausforderungen, die es auf den Inseln in Bezug auf das Thema Wassermanagement gibt, werden durch den Klimawandel verstärkt: Meeresspiegelanstieg, höher auflaufende Sturmfluten, vermehrte Starkregenereignisse, eine mögliche Versalzung der Süßwasserlinsen. Auf den Inseln ohne Festlandleitung kann potenziell auch ein (klimawandelbedingter) steigender Bedarf durch eine zunehmende touristische Nachfrage und eine Zunahme an Hitzetagen im Sommer Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und den Verbrauch von Süßwasser haben. Zu Beginn des Workshops durften wir uns im „Watertoorn“ ein Bild von vergangenen, aktuellen und zukünftigen Herausforderungen machen – und davon, wie die Borkumer*innen ihre regionalen Gegebenheiten für die Wasserversorgung auf der Insel genutzt haben. Die Ausstellung sensibilisiert insbesondere auch für den Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und der Veränderung der Trinkwassersituation – global, aber auch vor Ort auf Borkum. Im Barcamp am Donnerstagvormittag ging es darum, sich der unterschiedlichen Problemstellungen in Niedersachsen und der niederländischen Provinz Fryslan bewusst zu werden: Wie nehmen die Menschen vor Ort das Risiko des Meeresspiegelanstiegs vor dem Hintergrund neuer Projektionsdaten wahr? Welche Nutzungskonflikte entstehen zwischen welchen Akteur*innen und Sektoren, wenn es um die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen geht? Kann das Wattenmeer noch UNESCO Weltnaturerbe sein, wenn der Meeresspiegel weiter steigt? Es gab einen regen Austausch zu Unterschieden in der Problemwahrnehmung und Arbeitsweisen verschiedener Akteur*innen und viel Interesse daran, unterschiedliche Sichtweisen zu verstehen und sich weiter zu vernetzen, um bestehende Herausforderungen gemeinsam anzugehen.
Voneinander lernen: Innovative Lösungen für eine klimaresiliente Zukunft?
Beim Markt der [Un]Möglichkeiten gab es daher die Gelegenheit, sich tiefer mit bereits bestehenden Projekten zu beschäftigen: Welche Vor- und Nachteile bietet das niederländische Poldermodell in Bezug auf Aushandlungsprozesse mit vielen unterschiedlichen Akteur*innen? Welche Unterschiede bestehen aus naturschutzrechtlicher Sicht für die Umsetzung von Küstenschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen auf den Inseln durch den Nationalpark auf deutscher und die Natura2000-Gebiete auf niederländischer Seite? Welchen Beitrag können klimaangepasste Gewerbegebiete zu Nachhaltigkeitstransformationen auf den Inseln und dem Festland leisten? Wie können Bildungsmaterialien und Infografiken gestaltet sein, um verschiedene Zielgruppen dazu zu animieren, sich mit klimabezogenen Themen auseinanderzusetzen? Welchen Beitrag können verschiedene Sektoren (Tourismus, Naturschutz, Küstenschutz) zu einer klimaangepassten Entwicklung auf den Inseln beitragen? Auch ein ehrlicher Austausch dazu, warum Projekte nicht funktionieren oder welche Hürden es immer wieder zu überwinden gilt, durfte nicht fehlen. In weiteren Sessions ging es beispielsweise um die Bedeutung von kleinen Kommunen für die lokale Umsetzung (über)regionaler Klimaanpassungsstrategien oder Gestaltungsmöglichkeiten einer zu erstellenden Wissensplattform für den räumlichen Kontext der Wattenmeerregion.
Bestehende Netzwerke stärken und neue entstehen lassen
Eine besondere Rolle nahm in den drei Tagen das Netzwerken ein. Mit verschiedenen Methoden wurden die Teilnehmenden eingeladen, ihre Komfortzone zu erweitern und gezielt auf die Menschen zuzugehen, die sie noch nicht kannten. Sei es durch die Schaffung von kreativen Gesprächsanlässen beim gemeinsamen Abendessen („Wenn Klimaanpassung ein*e Superheld*in wäre, welche*r wäre es?“), einem Walk & Talk in Kleingruppen nach der Mittagspause oder einem „Speednetworking“ am Freitagvormittag, um schnell aber intensiv noch einmal mit vielen anderen Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen und sich über die Eindrücke des Workshops und persönliche take-home-messages auszutauschen. Denn der Schritt, die Energie solcher Veranstaltungen in den eigenen Arbeitsalltag zu übertragen und alte und neue Netzwerke langfristig zu pflegen ist bekanntlich einer der schwierigsten.
Insgesamt ist das Konzept aufgegangen, verschiedene Menschen und Institutionen, die in der Wattenmeerregion zum Thema Klimaanpassung arbeiten, zusammenzubringen. Das Workshopteam bedankt sich daher auch an dieser Stelle noch einmal bei allen Teilnehmenden für die gelungene Veranstaltung!
20.02.25 | Workshop: Regionalplanung im digitalen Zeitalter
Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die AG Angewandte Geographie und Umweltplanung am 20. Februar 2025 einen ganztägigen Workshop zur Regionalplanung im Rahmen des Verbundprojektes „4 N – Nordwest Niedersachsen Nachhaltig Neu“. In diesem Jahr standen die Potenziale und Herausforderungen im digitalen Zeitalter im Fokus. Abermals folgten rund 40 Vertreter*innen der Landkreise, der kreisfreien Städte, der Planungsbüros sowie weiterer Institutionen der Einladung der Arbeitsgruppe an die Universität Oldenburg.
Neben den fachlichen Inputs von V.-Prof. Dr.-Ing. Julia Binder (BTU Cottbus-Senftenberg), Roland Hachmann (IPSYSCON), Oliver Mund (Landkreis Leer) und Kathrina Fesel (TU Dortmund) standen wieder die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden im Fokus. In den drei Gruppen „Planungsgrundlagen und digitale Planungsinformationen“, „Digitale Planungsprozesse“ sowie „Planungsergebnisse im digitalen Zeitalter“ setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit den Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation in der Regionalplanung auseinander.
Der Workshop schloss mit der Verabredung, das Tagungsformat im kommenden Jahr mit einem weiteren Treffen zu einem aktuellen Thema fortzusetzen.
’25 | Webanwendung: Landsenkung im Delfshauser Moor
Niedersachsen ist Moor-Land. Um landwirtschaftlich genutzt werden zu können, wurden im Laufe der Geschichte 95 Prozent der Moore entwässert. Entwässerter Torf wird bei Luftzutritt in den Boden mit der Zeit von Mikroorganismen abgebaut. In die Atmosphäre entwichen dabei große Mengen Kohlendioxid und treiben den Klimawandel an und die abgebaute organische Substanz führt zur Landsenkung. In den küstennahen Bereichen führt das zu wachsenden Problemen bei der Entwässerung – und angesichts steigenden Meeresspiegels zu wachsenden Risiken beim Küstenschutz.
Geografische Analysen zum Fortschreiten dieses Prozesses sind für den norddeutschen Raum daher von besonderer Bedeutung. Betreut von Prof. Ingrid Jaquemotte haben Justus Nowag, Finja Schwarz und Justus Strothoff als STudierende an der Jade Hochschule diesen Prozess im Delfshauser Moor (Ammerland, Nordwestliches Niedersachsen) in einer eindrucksvollen Web-Anwendung visualisiert. Die Präsentation ist unter dem folgenden Link zugänglich: